Neubau
Dorfplatz Balzers
Der neugestaltete Dorfplatz bildet bei der Gestaltung des Zentrums von Balzers einen wesentlichen Baustein. Er ist als Ort konzipiert, der für alle Generationen ansprechend sein soll und viele verschiedene Funktionen erfüllt – als Treffpunkt, als Veranstaltungsort und als Marktplatz. Das Projekt sucht die Balance zwischen dem Respekt vor dem gewachsenen Ortsbild und dem Anspruch eines zeitgemässen, multifunktionalen Platzes. Die historischen Bezüge des Dorfes bleiben sichtbar, während neue Elemente subtil und zielgerichtet zugefügt werden.
Anders als bei Bauprojekten, bei denen Gebäude im Vordergrund stehen und Bäume nachträglich gepflanzt werden, haben wir einen Platz geschaffen, der von Bäumen eingerahmt und definiert wird. Die Verwendung der beiden Elemente «Reihe» (Gleditschien im Westen und Linden im Osten) und «Hain» (Kiefern im Norden und Süden) schafft eine klare Platzfigur mit einer offenen Mitte, ohne diese streng nach aussen zu schliessen.
Die kleinmassstäblichen Gebäude fügen sich harmonisch in die Bepflanzung ein und vermitteln einen ruhigen Ordnungsrahmen. Pergolastrukturen und eine bewusst feingliedrige Detaillierung der Fassaden sind für weiche, fliessende Übergänge zwischen Landschaftsarchitektur und Architektur, zwischen Bepflanzungen und Gebäuden verantwortlich.
Auf der Ebene der Besucher und Passanten fliesst der Aussenraum unter den Baumkronen zwischen Platz und Umgebung hindurch und signalisiert damit eine optimale, barrierefreie Zugänglichkeit. Interessante Perspektiven und Durchblicke zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten führen zu ganz unterschiedlichen Erscheinungsbildern und Lichtstimmungen.
Ein wichtiges Element des Projektes ist die unter dem Platz liegende Tiefgarage mit rund 100 Stellplätzen, die den Platz vom Verkehr freihält und somit wesentlich zu dessen Aufenthaltsqualität beiträgt. Die neuen Bäume stehen grösstenteils nicht auf natürlichem Boden, sondern in einer rund 1,5 Meter dicken Substratschicht zwischen Platzniveau und Tiefgarage.
An der Ostseite des Gemeindesaals befinden sich verschiedene Funktionsräume. Deren Fassade wurde so gestaltet, dass sie sich harmonisch in die bestehenden Schulbauten der Nachbarschaft einfügt, gleichzeitig wird damit die frühere Rückseite des Saals neu zu einer Platzfassade.
Die Gestaltung des Platzbelags aus veredeltem Beton schafft einen lokalen Bezug zur Naturgeschichte des Ortes. Als Zuschlag im Beton findet sich Rheinkies unterschiedlicher Körnungen, welcher durch das Schleifen des Betons sichtbar gemacht wird. Die Struktur und Farbigkeit der Einschlüsse zeigt die geologische Herkunft – gleich dem Vorbild der historischen, mit Flusskieseln gepflasterten Dorfplätze.
Der Dorfbrunnen aus Balzner Marmor ermöglicht einen freien Zugang zu Trinkwasser. Er wurde zwischen den Kiefern am südlichen Platzrand neu positioniert.
Projektstatus:
Realisiert, 2019 – 2024
Wettbewerb (1. Preis), 2019
In Kooperation mit:
Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich (Landschaftsarchitektur)
ARGE Bänziger Partner AG Ingenieure und Planer, St.Gallen, und STW AG für Raumplanung, Chur (Verkehrsplanung)
Fotos:
Daniel Haselsberger
Der neugestaltete Dorfplatz bildet bei der Gestaltung des Zentrums von Balzers einen wesentlichen Baustein. Er ist als Ort konzipiert, der für alle Generationen ansprechend sein soll und viele verschiedene Funktionen erfüllt – als Treffpunkt, als Veranstaltungsort und als Marktplatz. Das Projekt sucht die Balance zwischen dem Respekt vor dem gewachsenen Ortsbild und dem Anspruch eines zeitgemässen, multifunktionalen Platzes. Die historischen Bezüge des Dorfes bleiben sichtbar, während neue Elemente subtil und zielgerichtet zugefügt werden.
Anders als bei Bauprojekten, bei denen Gebäude im Vordergrund stehen und Bäume nachträglich gepflanzt werden, haben wir einen Platz geschaffen, der von Bäumen eingerahmt und definiert wird. Die Verwendung der beiden Elemente «Reihe» (Gleditschien im Westen und Linden im Osten) und «Hain» (Kiefern im Norden und Süden) schafft eine klare Platzfigur mit einer offenen Mitte, ohne diese streng nach aussen zu schliessen.
Die kleinmassstäblichen Gebäude fügen sich harmonisch in die Bepflanzung ein und vermitteln einen ruhigen Ordnungsrahmen. Pergolastrukturen und eine bewusst feingliedrige Detaillierung der Fassaden sind für weiche, fliessende Übergänge zwischen Landschaftsarchitektur und Architektur, zwischen Bepflanzungen und Gebäuden verantwortlich.
Auf der Ebene der Besucher und Passanten fliesst der Aussenraum unter den Baumkronen zwischen Platz und Umgebung hindurch und signalisiert damit eine optimale, barrierefreie Zugänglichkeit. Interessante Perspektiven und Durchblicke zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten führen zu ganz unterschiedlichen Erscheinungsbildern und Lichtstimmungen.
Ein wichtiges Element des Projektes ist die unter dem Platz liegende Tiefgarage mit rund 100 Stellplätzen, die den Platz vom Verkehr freihält und somit wesentlich zu dessen Aufenthaltsqualität beiträgt. Die neuen Bäume stehen grösstenteils nicht auf natürlichem Boden, sondern in einer rund 1,5 Meter dicken Substratschicht zwischen Platzniveau und Tiefgarage.
An der Ostseite des Gemeindesaals befinden sich verschiedene Funktionsräume. Deren Fassade wurde so gestaltet, dass sie sich harmonisch in die bestehenden Schulbauten der Nachbarschaft einfügt, gleichzeitig wird damit die frühere Rückseite des Saals neu zu einer Platzfassade.
Die Gestaltung des Platzbelags aus veredeltem Beton schafft einen lokalen Bezug zur Naturgeschichte des Ortes. Als Zuschlag im Beton findet sich Rheinkies unterschiedlicher Körnungen, welcher durch das Schleifen des Betons sichtbar gemacht wird. Die Struktur und Farbigkeit der Einschlüsse zeigt die geologische Herkunft – gleich dem Vorbild der historischen, mit Flusskieseln gepflasterten Dorfplätze.
Der Dorfbrunnen aus Balzner Marmor ermöglicht einen freien Zugang zu Trinkwasser. Er wurde zwischen den Kiefern am südlichen Platzrand neu positioniert.
Projektstatus:
Realisiert, 2019 – 2024
Wettbewerb (1. Preis), 2019
In Kooperation mit:
Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich (Landschaftsarchitektur)
ARGE Bänziger Partner AG Ingenieure und Planer, St.Gallen, und STW AG für Raumplanung, Chur (Verkehrsplanung)
Fotos:
Daniel Haselsberger